Schweregrad
Version v2.3 · 13. Juli 2026
Stuft eine Nachricht in vier Schweregrade ein, von niedrig bis kritisch, und gibt zusätzlich einen kalibrierten Score aus. Version 2.3 schliesst die Langtext-Blindstelle: Warnsignale mitten in langen Nachrichten wurden zuvor vom umgebenden Kontext verdünnt. Kritische Sicherheits- und Rechtsfälle bilden eine eigene Pflicht-Testklasse.
Messungen
Der waagerechte Balken ist die Konfidenzspanne, der senkrechte Strich der Messwert. Die Skala läuft immer von 0 bis 100 Prozent und wird nie beschnitten: Eine breite Spanne bedeutet eine kleine Stichprobe, und genau so soll sie aussehen.
Modell-Ebene
Handannotierte beziehungsweise kuratierte Referenzfälle der Modellentwicklung: eingefrorene Testsplits, Produktions-Testfälle, gezielt zusammengestellte Kohorten. Wenige hundert Fälle je Modell, von Menschen geprüft.
Sichtbare Langtext-Signale erkannt
24 von 24
- Referenzsatz:
- Langtext-Evalset, kuratiert und held-out
- Umfang:
- n = 50 · Stand 13. Juli 2026
- 95-%-Konfidenzintervall:
- 86,2 % bis 100,0 % (Wilson, 95 %, auf den gezählten Fällen, n = 24)
Fehlalarm-Kontrollen bestanden, signalfreie Langtexte
6 von 6, keine kritisch-Fehlalarme
- Referenzsatz:
- Langtext-Evalset, kuratiert und held-out
- Umfang:
- n = 50 · Stand 13. Juli 2026
- 95-%-Konfidenzintervall:
- 61 % bis 100 % (Wilson, 95 %, auf den gezählten Fällen, n = 6)
Genauigkeit auf Kurztexten
95 %
- Referenzsatz:
- Eingefrorener Testsplit, Kurztext-Anteil
- Umfang:
- n = 312 · Stand 13. Juli 2026
- 95-%-Konfidenzintervall:
- 92,0 % bis 96,9 % (Wilson, 95 %, auf dem vollen Referenzsatz, n = 312)
Kritische Pflichtfälle erkannt
7 von 7
- Referenzsatz:
- Kuratierte Produktions-Testfälle
- Umfang:
- n = 30 · Stand 13. Juli 2026
- 95-%-Konfidenzintervall:
- 64,6 % bis 100,0 % (Wilson, 95 %, auf den gezählten Fällen, n = 7)
Pipeline-Referenzlauf
End-to-end durch die vollständige Pipeline gemessen, gegen die Referenzwerte eines synthetischen deutschen Testkorpus. Grosse Fallzahlen, aber maschinell abgeleitete Referenzwerte.
Genauigkeit gegen akzeptierte Stufen-Mengen
94,4 %
- Referenzsatz:
- Referenzlauf 2026-08-04
- Umfang:
- n = 10.000 · Stand 4. August 2026
- 95-%-Konfidenzintervall:
- 93,9 % bis 94,8 % (Wilson, 95 %, auf dem vollen Referenzsatz, n = 10.000)
Genauigkeit auf sehr langen Nachrichten
96,4 %
- Referenzsatz:
- Referenzlauf 2026-08-04, Teilmenge sehr langer Nachrichten
- Umfang:
- n = 357 · Stand 4. August 2026
- 95-%-Konfidenzintervall:
- 93,9 % bis 97,9 % (Wilson, 95 %, auf dem vollen Referenzsatz, n = 357)
Kalibrierung
Beta-Kalibrierung über eine monotone Kurve. Der Out-of-sample-Wert liegt unter dem gesetzten Gate.
Kalibrierungsfehler (ECE)
0,0176
Niedriger ist besser: der ECE misst, wie weit die ausgegebene Konfidenz von der tatsächlichen Trefferquote abweicht.
Gate: höchstens 0,03Der gemessene Kalibrierungsfehler liegt unter dieser Grenze. Niedriger ist besser, die Grenze ist der Strich.
Versionshistorie
Die Kernmetrik einer Version ist Versionskontext, keine eigenständig belegte Messung: Sie nennt weder Referenzsatz noch Umfang. Die belegten Messungen stehen oben.
Die Messungen oben stammen aus dem Referenzlauf vom 4. August 2026, und der läuft auf Korpus-Generation 1.2.0: Der Generator kennt seit dieser Generation eine eigene Klasse für Verbandspolitik, die Anteile sind entsprechend neu normiert. Die Werte der älteren Versionen darunter wurden auf den Läufen vom 6. und vom 29. Juli gemessen. Jede einzelne Zahl bleibt für ihren eigenen Lauf gültig; eingeschränkt ist der Vergleich untereinander, nicht die Messung.
v2.1
vor 2026-07
v2.2
6. Juli 2026
v2.3
13. Juli 2026
aktuell
Die Abfolge zeigt Reihenfolge und Stand, keine Werte. Die Kernmetrik wechselt zwischen den Versionen: mal eine Zählung, mal ein Anteil, beim Risiko-Modell sogar die Richtung. Eine gemeinsame Achse gibt es dafür nicht, die Werte stehen deshalb einzeln darunter.
v2.3
13. Juli 2026Sichtbare Langtext-Signale
Was sich geändert hat
- Langtext-Blindstelle geschlossen: Jedes im Analysefenster sichtbare Signal wird erkannt, vorher 18 von 36.
- Fehlalarme auf signalfreien Langtexten von 2 auf 0.
- Die Kurztext-Genauigkeit stieg gleichzeitig von 91,4 auf 95,0 Prozent.
v2.2
6. Juli 2026Sichtbare Langtext-Signale (Box-Referenzmessung)
Was sich geändert hat
- Analysefenster von 192 auf 512 Token vergrössert, erste Langtext-Trainingsrunde.
- Langtexte blieben teilweise blind. Die Messreihe dazu führte zu Version 2.3.
v2.1
Zeitraum vor 2026-07Genauigkeit (Pipeline-Referenzlauf 2026-07-06): 81,7 %
Was sich geändert hat
- Basisversion der aktuellen Reihe. Die Langtext-Schwäche ist dokumentiert: sehr lange Nachrichten 51 Prozent.
Wie es dazu kam
Diese Seite zeigt, wo das Modell heute steht. Was eine Version geändert hat, warum sie nötig war und was sie gekostet hat, steht ausführlich in den Neuigkeiten.
- Schweregrad: der blinde Fleck in langen Nachrichten
13. Juli 2026